AGB   Sitemap   Login   Impressum   Kontakt
Motorrad-Reporter     Erzbergrodeo     Einefetza     Strombike     Safebike     Reitwagen     Motorrad-Sport
       Motorrad-Markt       "Szene"       Verkehrslage       Reifen       Motorrad-Freizeit       Xtreme-Enduro
safebike
Stromtanken: MITSUBISHI I-MIEV Das Elektro-Ei
16.03.2009
Andere Hersteller kündigen Elektroauto-Testflotten an und wollen erstmal Erfahrungen sammeln - Mitsubishi bringt so ein Auto jetzt in Serie - und zwar mit Lithium-Ionen-Akkus.
stromauto
MITSUBISHI I-MIEV

Andere Hersteller kündigen Elektroauto-Testflotten an und wollen erstmal Erfahrungen sammeln - Mitsubishi bringt so ein Auto jetzt in Serie - und zwar mit Lithium-Ionen-Akkus. SPIEGEL ONLINE saß bereits am Steuer des flotten Elektro-Eis.

Die Daimler-Bosse dürften sich ärgern: Denn während der Smart Forfour weit am Publikumsgeschmack vorbei ging und vorzeitig eingestellt wurde, zeigt der 3,40 Meter kurze und 1,48 Meter schmale Mitsubishi "i" seit fast sechs Jahren, wie pfiffig und klein man einen Viersitzer bauen kann. Jetzt setzt die japanische Marke noch einen drauf: Deutlich vor der Ex-Konzernmutter aus Stuttgart bringt die Marke ein kleines Serienelektroauto auf den Markt. Davon gibt es nicht hundert handgefertigte Modelle, wie sie Daimler als Smart ed durch London rollen lässt, sondern Mitsubishi will von dem Stromer 2000 Autos in diesem Jahr bauen.

Die Pläne sind großformatig: Im nächsten Jahr soll die Produktion verdoppelt und das Auto auch nach Europa exportiert werden. Und als wäre das für Daimler & Co. nicht schon Schmach genug, stecken im doppelten Wagenboden des Elektro-Eis aus Fernost statt der üblichen Nickel-Metall-Hydridbatterien bereits die begehrten Lithium-Ionen-Akkus. "Da haben wir einen riesigen Vorsprung", sagt Entwickler Harald Rataiski, der den Stromer im Entwicklungszentrum Trebur bei Frankfurt gerade fit macht für die europäischen Straßen. "Wir", das ist ein Joint-Venture von Mitsubishi und dem Batteriehersteller Yuasa, das in diesem Jahr immerhin 200.000 Akku-Zellen produzieren will.

Jeweils 88 davon stecken unter den vier Sitzen des Kleinwagens i, der den sperrigen Beinamen MiEV trägt - ein Akronym für Mitsubishi innovative Electric Vehicle. Die Energiezellen speisen einen Elektromotor unter dem Kofferraumboden, der mit 64 PS genau so stark ist wie der 0,7 Liter große Turbo-Benziner, den Mitsubishi sonst im Heck des Wägelchens montiert. Allerdings hat der Stromer mit 180 Nm fast doppelt so viel Drehmoment und entsprechend viel Power.
Mehr Gewicht und trotzdem mehr Antrittskraft

Obwohl der i-MiEV fast 200 Kilo mehr auf die Waage bringt als das herkömmlich motorisierte Modell, schießt er beim Ampelstart förmlich davon. Bei höherem Tempo wird es ein wenig zäher, doch weil bei Elektromotoren die maximale Anzugskraft von der ersten Sekunde an zur Verfügung steht, beschleunigt das japanische Cleverle auf den ersten Metern besser als mancher Sportwagen. "Bis Tempo 80 nehmen wir dem Benziner fast zwei Sekunden ab", freut sich Rataiski und verweist außerdem auf eine alltagstaugliche Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h.

Hersteller:    Mitsubishi Typ:    i-MiEV
Karosserie:    Kleinwagen
Motor:    Permanentmagnet-Synchron-Elektromotor
Getriebe:    Eingang-Getriebe
Antrieb:    Heck
Leistung (E-Motor): 64 PS  47 kW
Drehmoment (E-Motor): 180 Nm
Von 0 auf 100:    13 s
Höchstgeschw.:    130 km/h

 

 

 
MITSUBISHI I-MIEV
 
Stromauto

Kofferraum:    246 LiterObwohl der Wagen mit dem von den Akkus weit nach unten gedrückten Schwerpunkt prima auf der Straße liegt und enge Kurven so hurtig durchschneidet wie ein Sportwagen, ist er für die Langstrecke zu schachbrüstig.

 

Doch für Pendler in Ballungsgebieten reicht das Tempo allemal. Und im Stadtverkehr ist der i-MiEV so flott unterwegs, dass die Ingenieure sogar eine Sparschaltung eingebaut haben: Wer den Wählhebel des einstufigen Getriebes in E wie Eco legt, verzichtet auf zwei Drittel der Leistung, schwimmt trotzdem noch gemütlich im Verk ehrsfluss mit und gewinnt so bis zu 20 Prozent Reichweite.
Energiegewinnung bei jedem Ausrollen des Autos



TEXT: Tom Grünweg

FOTO UND INHALT: SPIEGEL ONLINE

 

MR/CK


Weitere Berichte zu diesem Thema


Seite: 1   ...
Seite weiterempfehlen   Seite drucken
parken


auto_beine_400q


plan


10102006a058


impressum